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Unternehmen & Zahlen

NUR ALS BEISPIEL: Cellbricks Therapeutics sammelt 10 Mio. Euro für Gewebeimplantate

Das Berliner Unternehmen Cellbricks Therapeutics hat eine Finanzierung über insgesamt 10 Mio. Euro bekannt gegeben, davon 7 Mio. Euro als Seed-Runde. Das Geld soll biofabrizierte, durchblutete Gewebeimplantate durch die präklinische Prüfung bringen. Angeführt wird die Runde von Silicon Roundabout Ventures, beteiligt ist auch die Bundesagentur SPRIND.

Cellbricks Therapeutics mit Standorten in Berlin und Boston hat eine Finanzierung über insgesamt rund 10 Mio. Euro bekannt gegeben. Sie setzt sich aus einer Seed-Runde über 7 Mio. Euro und weiteren mehr als 3 Mio. Euro an nicht verwässernden Mitteln zusammen, über die das Unternehmen nach eigenen Angaben noch verhandelt. Angeführt wird die Runde von Silicon Roundabout Ventures. Beteiligt sind die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), der bestehende Investor ACT Venture Partners sowie eine Gruppe langfristig engagierter Investoren.

Das Unternehmen entwickelt biofabrizierte menschliche Gewebeimplantate. Kern ist eine eigene Biofabrikationsplattform, die vaskularisierte, also mit Blutgefäßen versehene Gewebekonstrukte herstellt. Mit dem frischen Kapital will Cellbricks sein führendes Programm für Fettgewebeimplantate vorantreiben und bis zu drei präklinische Tierstudien starten. Ziel ist die Evidenz, die für den Übergang in klinische Studien am Menschen nötig ist.

Die adressierten Indikationen liegen in der rekonstruktiven Chirurgie, der Wundheilung und der Traumaversorgung: großflächige Weichgewebeverluste, komplexe Wunden wie drittgradige Verbrennungen oder Explosionsverletzungen sowie rekonstruktive Defekte. Das Fettgewebeprogramm zielt auf biologische Alternativen zu synthetischen Implantaten, unter anderem in der Brustrekonstruktion. Bislang, so das Unternehmen, arbeitet die Medizin hier mit Kompromissen: invasive Transplantationen und synthetische Implantate stellten die Form wieder her, selten aber die lebende Funktion.

Langfristig verfolgt Cellbricks das Ziel 3D-biogedruckter, funktionsfähiger menschlicher Organe. Co-CEO und Mitgründer Alexander Leutner beschreibt den Weg dorthin als Abfolge einzelner Meilensteine; Co-CEO Simon MacKenzie verweist darauf, dass es in der regenerativen Medizin nun darum gehe, die Funktion in relevanten Modellen tatsächlich zu zeigen. SPRIND investiert nach eigenen Angaben jährlich rund 250 Mio. Euro in europäische Sprunginnovationen.

Für den Markt ist weniger die Summe interessant als die Konstellation. Eine staatliche Innovationsagentur finanziert gemeinsam mit einem europäischen Deep-Tech-Fonds den Schritt von der Plattformtechnologie in die präklinische Validierung. Nächster Prüfstein sind die angekündigten Tierstudien und die Frage, ob die Implantate im Modell einwachsen, durchblutet werden und ihre Funktion behalten. Davon hängt ab, wann ein Antrag für erste klinische Studien realistisch wird.

Eckdaten
KennzahlWertJahrQuelle
Finanzierung gesamt10 Mio. Euro2026Cellbricks Therapeutics
Seed-Runde7 Mio. Euro2026Cellbricks Therapeutics
Nicht verwässernde Mittelüber 3 Mio. Euro2026Cellbricks Therapeutics
Geplante präklinische Tierstudienbis zu drei2026Cellbricks Therapeutics
Jährliches Investitionsvolumen SPRINDrund 250 Mio. EuroSPRIND

Quelle

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